View Full Version : Der Neue der neu anfangen will
Hallo zusammen,
ich will es kurz halten und deswegen versuche ich mal direkt zum Punkt zu kommen. Ich habe festgestellt, vorallem für mich selbst, dass ich den Char den ich hier erstellt habe nicht mag. Zuerst war es ein netter Gedanke einen abgebrühten, unterkühlten Assassinen zu spielen. Aber nach reichlicher Überlegung und auch einer Überschreitung der Fähigkeiten meines Chars, muss ich doch feststellen das mich das nicht ausfüllt. Es ist einfach unsagbar schwer einen "Kriegsveteranen" der Varranter zu spielen, der einer Seits gehässig und stolz und anderer Seits bei null starten muss. Ich habe sogar bei einer Solo-Aktion den Hinweis bekommen das ich mich zu stark darstelle und beim Nachlesen festgestellt, dass das sogar stimmt. Ich werde deswegen Grao den Assassinen fallen lassen. Nach den RP's die ich hier gelesen habe, mangelt es nämlich nicht an starken, fiesen Typen, sondern eher an netten Leuten, die wie im Gothic-Intro beschrieben, für jedes noch so kleine Verbrechen eingelocht werden.
Deswegen habe ich die Idee, einen Bauern zu spielen. Ich habe gesehen, dass alle hier so um die 20 sind...und total toll. Ich will mal etwas Abwechslung rein bringen und werde deswegen, einen breit gebauten aber nicht so tollen Char spielen. Jemanden der die Blüte seines Lebens hinter sich hat und der zwar mal in der Armee gedient hat, aber den Großteil seines Lebens damit verbracht hat, einfach nur ein Bauer zu sein, dessen große Taten darin bestanden haben mal einen Wolf mit dem Bogen zu erlegen, der zu nah an die Schafe wollte.
Ich will eigentlich nur mal feedback einholen, mein Entschluss ist gefasst. Auch wenn im Neuen Lager vor allem Sly und Hymir für mich da waren, so will ich doch lieber einen anderen Weg einschlagen. Und wie gesagt: Ich denke, dass es vorallem an einfachen, netten Chars fehlt.
Ich freue mich über eure Meinungen dazu und hoffe niemand fasst meine Meinung hier irgendwie falsch auf. :)
Nette Chars gibt es eigentlich schon. Aber die Idee finde ich persönlich gut. Es ist mal etwas anderes da es nicht so viele Chars von diesem Typ Person gibt (Zumindest keine die mir bekannt sind).
Öhm...naja...mach ruhig. :)
Ich wüsste nicht, wofür du da ein Feedback brauchen solltest.
Dadurch, wie du schreibst merkt man schon, dass du eine gewisse...nennen wir es mal Rollenspiel-Reife mitbringst und wohl in der Lage sein wirst, ohne die Zustimmung der Allgemeinheit einen neuen Char zu erstellen. ;)
Zum Thema zu stark:
Das ist ein Problem, mit dem viele Konzepte neuer Chara zu kämpfen haben. Sie sollen alles verlernen, was sie jemals auch noch so gut beherrscht haben. Zwar einerseits ein wenig hart zu behaupten, dass ein Kerkeraufenthalt von sagen wir mal drei Monaten einem jegliche Fähigkeit nimmt und man nur noch in Ansätzen überhaupt irgendetwas können darf (zumindest was Kampfkünste anbelangt), andererseits ist es aber auch fair gegenüber denen, die wirklich bei 0 anfangen. RP-technisch soll niemand einen natürlichen Vorteil haben, damit musste auch ich mich schon unheimlich oft abfinden. :)
Millesimus
28.01.2012, 10:16
Zunächst einmal ein Lob an Dich für Deine offene Selbstkritik, es gibt wohl nicht viele, die zum Einen erkannten, wenn sie einen Charakter nur schwerlich gut spielen können, und sich zum Anderen damit offen vor die Gemeinde stellten; ich zähle mich nicht zu ihnen. Das vorweg, auch wenn ich zu Deinem Charakter mangels Kenntnis keine Aussage machen kann.
Deinen Eindruck bezüglich der netten und der fiesen Charaktere teile ich zwar nicht, sondern nehme eher das Gegenteil wahr, aber ich spiele ja regulär nur in einem der drei Lager.
Dein Idee finde ich nicht schlecht, sie reißt mich aber auch nicht vom Hocker, zumal ich nicht glaube, dass Dein Bauer sein friedliebendes Gemüt wird behalten können, er wird immerhin in einer rauen, finsteren Strafkolonie leben. Gut, im Sumpflager wäre es wohl möglich. Ansonsten muss ich mich dahingehend Arkaros anschließen.
Danke an euch Dreien für das Feedback!
Es geht mir nicht darum Feedback für den Neustart einzuholen, denn der steht eigentlich fest. Ich will eher wissen, wie das Alteingesessene hier über die Gegebenheiten denkt. Ich habe jedenfalls den Eindruck das es hier genug Typen gibt, die militärischer Natur sind. Ich bin halt neu und mein Einstieg hier, war trotz meiner RP-Erfahrung irgendwie alles andere als nett. Niveauvoll auf jeden Fall, aber als kompletter Neuling fühlt man sich schnell mal allein gelassen. Deswegen will ich einen Char erstellen der nett ist, ohne Gedanken auf Vergütung dafür. Wenn es davon schon genug gibt, dann war ich wohl in den falschen Ecken unterwegs :)
@Millesimus (http://forum.minenkolonie.com/member.php?u=33): Der Char soll ja mal, so eine Art "Wehrdienst" vollzogen haben. Er soll aber trotzdem eher an Auseinandersetzungen gewohnt sein, die einem Bauern dienlich sind. Z.b. einen Wolf mit dem Bogen niederschiessen. Er wird eher soziale Fertigkeiten haben, wie das Bewirtschaften eines Feldes, Kochen usw. Das er friedliebend bleibt, ist ja nicht gesagt wurden, aber als Startpunkt, finde ich das ok. Zumal er ja keine Ahnung von der Kolonie hat.
Danke dir jedenfalls für deinen anregenden Post :)
Das ist wohl eine Sache der Wahrnehmung.
Wenn man bedenkt, dass das eine Strafkolonie ist, in der jeder auf sein eigenes Wohl schauen muss, so denken viele Spieler, dass doe Welt gar nicht rau und nüchtern genug sein kann.
Das so oft kritisierte Kuschel-RP (jeder hilft jedem usw.) hat meines Wissens nach sogar schon dazu geführt, dass Spieler die MK verlassen haben, unter dem Vorwand, es sei nicht mehr so wie früher.
Ich will mich darüber jetzt nicht weiter auslassen, nur sagen, dass die Meinungen dazu auseinandergehen, nach wie vor.
Dass du wohl weitestgehend mit unfreundlicheren Chara zutun hast, mag auch daran liegen, dass es die meisten freundlichen wohl ins SL verschlägt, da man dort die meiste Gastfreundschaft erwarten kann.
Allerdings weiß ich nicht, ob sich deine Erfahrungen diesbezüglich, nur weil dein eigener Char durch und durch nett ist, ändern werden. Zumindest nicht großartig, kann sein, ich rechne aber nicht damit.
Es geht garnicht darum einen durch-und-durch netten Typen zu spielen. Aber ich habe bisher einen "Leck-mich-du-Myrtanischer-Bastard" Typen gespielt, der sowohl rassisitisch, als auch stolz auf die Menschen unterdrückende Politik unter den Assassinen ist. Er wird kein lächelnder Onkel Hipp, der beteuert wie toll seine Babynahrung ist. Aber er wird weltoffener werden, wird aus einem Landstrich kommen, wo man sich gegenseitig noch hilft. Und vor allem wird er kein Ultra-Söldner sein, der irgendwelche Leute erschlagen hat, sondern einfach ein Mann, der die Steuern nicht mehr zahlen konnte.
Ich habe vielleicht ausser Acht gelassen, dass viele Grao nicht kennen..aber es bringt mir nichts, wenn ich einen total fiesen, leck-mich-sonstwo Typen spiele.
Deswegen dann doch eher einen "angepassten" Mann vom Lande, der sich in Gefahrensituationen erst mal darauf berufen muss "Wie war das noch bei der Armee, das Kurzschwert mit beiden Händen packen, um mehr Wucht reinzulegen?"
Erstmal muss ich sagen, dass ich es vollkommen schwachsinnig finde, zu sagen, dass der Char bei 0 anfangen muss. Am Ende ist es doch so, dass jeder Mensch der irgendwann irgendwas erlernt hat und das eine Weile nicht nutzt, zwar an Fein- und Feinstkoordination einbüßt, allerdings die Grobkoordination durchaus noch hat, im Bezug auf Bewegungsabläufe usw. (was jetzt das Führen eines Schwerts angeht z.B.)
Der theoretische Level eines Chars kann also durchaus sehr hoch angesiedelt sein, allerdings machen die 3 Monate im Kerker bei Wasser und Brot, sowie die Überfahrt vom Festland auf die Insel usw. durchaus etwas mit der Konstitution und Kondition des Char. Er ist am Ende nun mal ein Schlappschwanz.
Zudem ist das Material mit dem er kämpft nicht gerade das Beste. Ich denke, man sollte das schon nicht vergessen, dass es qualitative Unterschiede bei Waffen gibt.
Das größte Problem ist allerdings in meinen Augen immer, dass man allein dasteht. Insofern sollten die Leute vielleicht einem Arschloch auch nicht zu nett begegnen. Den meisten Leuten wird hier wohl einfach zu viel vertraut.
Ein Arschloch sollte entweder am Anfang den Kopf schön weit unten halten, oder kommt eben nicht weiter. Ein netter Kerl sollte ebenso den Kopf unten halten, oder er liegt hinter der nächsten Ecke mit 'nem Schnitt durch die Kehle.
B2T: Ich bin gespannt, ob du mit offenen Armen aufgenommen wirst, oder ob dich einer versucht abzuziehen, weil du ein Bauerntroll bist. Ich denke aber, dass du mit einem Blumenstrauß und Pralinen empfangen wirst. :heart:
Tendenziel ist die Kolonie eher 'nett' - das ist so, aber auf einem Level auf dem das vertretbar ist, früher war das mal anders. Denn eine gewisse Freundklichkeit braucht man neuen gegenüber, sonst verlieren die Lust am RP.
Wenn dein Char als Arroganter Rassist auftaucht, kann er aber kaum erwarten mit offenen Armen empfangen und beschenkt zu werden, oder?
Dementsprechend werden deine Erfahrungen mit so einem 'schwächeren' Char ziemlich sicher anders sein. Einfach weil man auf so einen ganz anders reagiert. Wenn er dann auch noch weiblich wäre, erst recht...
Aber um zu deiner Aussage zurück zu kommen, es gäbe nur 'schwerverbrecher' und 'Elitekrieger', das ist doch eher nicht der Fall. Die fallen nur unter Umständen mehr auf, stellen aber nicht wirklich die Mehrheit.
Ich kann dich voll und ganz verstehen, Grao, ich habe selbst schon versucht, mürrische Charaktere oder Alleingänger zu spielen.
Das Problem ist eben wie Pargan auch schrieb, dass man anfangs alleine dasteht. Auch ich sehe es nicht zwingend so, dass man alles vergessen haben muss, man kann es nur eben motorisch nicht mehr anwenden bzw. bei reinen Wissensfähigkeiten hat man eben Details vergessen.
Es steht dir frei und das solltest du auch in Betracht ziehen, deinen Char notfalls zu verbiegen. Ein Alleingänger, der mit niemandem redet und sich nichts sagen lässt, hat am Anfang schlechte Karten, außer man steht auf Solo-RP.
Dann muss man diesen Char halt am Anfang dazu zwingen, sich zu überwinden/zu verstellen (schrieb Pargan auch schon), um irgendwie über die Runden zu kommen. Und mit jedem Schritt, den du Fuß fasst in der Minenkolonie, kannst du deinen Char nach und nach zu seinem eigentlichen Charakter zurückführen.
Not macht erfinderisch und Hunger kann jeden Stolz brechen.
Du musst deinen Char nicht unbedingt aufgeben.
PS:
Auch ich finde es klasse, dass du dich so offen hinstellst.
Dein Problem haben viele und die meisten bringt es dazu, (vorerst) ganz aufzuhören.
Auch wenn ich schon ewig kein Rp mehr mache und mehr als Langeweile als aus Interesse hier im Forum vorbei schaue, finde ich doch bemerkenswert, dass mal endlich jemand sich seine Fehler eingesteht und das offen anspricht. Ich habe natürlich wenig Lust, das daraus mal wieder eine typische Grundsatzfrage entsteht à la "sind wir zu nett?" Oder "sollten wie Arschlöcher verprügeln?" oder noch besser "Was können wir verbieten um gewissen Charakteren den Spaß am Rp zu nehmen", aber die Idee mit dem Feedback finde ich in dem Fall gar nicht mal so schlecht.
Im Endeffekt bleibts dir halt immer selbst zu entscheiden, wen du spielst, was dein Charakter kann und wie du ihn darstellst. Der größte Tölpel kann den mächtigsten Krieger töten, wenn er sich gewitzt anstellt, aber es ist natürlich klar, dass man nicht als Superheld in die Minenkolonie starten sollte. Ich finde allein schon deswegen, weil viele Spieler hier liebevoll eine Menge Zeit in ihren Rp-Charakter gesteckt haben, um ihn zu formen, um seinen Charakter reifen zu lassen und natürlich auch, um ihn irgendwo stärker, geschickter oder schlauer zu machen.
Das wichtigste ist halt, dass du dich erstmal wohlfühlst in deiner Rolle. Ich weiß nicht, ob du jetzt das genaue Gegenteil unbedingt machen musst, also den Wechsel der Extreme. Erst den Killer, der was draufhat und keinen mag, und dann auf einmal den gutgläubigen Bauern, der nen Apfel geklaut hat.
Vielleicht haust du erstmal nen Allerwelts-Typen in die Kolonie. Er kann nix besonderes, st aber auch nicht untalentiert. Er ist vllt ein wenig misstrauisch, aber er ist jetzt kein Menschenfeind oder sowas. Und langsam kannst du auch anhand der Charaktere, mit denen du im Rp interagierst, deinen Charakter reifen lassen und deinen eigenen Weg gehen.
So würde ich es zumindest machen, wenn ich mal wieder Motivation fürs Rp finden würde. Aber wie schon weiter oben gesagt: das wichtigste ist, dass es dir gefällt. :)
Alte Leute im RP an die Macht!
Kann ich alles nur zu gut nachempfinden von daher lass dich nciht aufhalten und los damit ;)
An dieser Stelle erstmal: Danke für eure Meinungen.
Ich habe gründlich nachgedacht und habe dabei auch eure Meinungen einfließen lassen. Einen gutmütigen Bauern zu spielen, erscheint mir nach so eben genannten Überlegungen jetzt auch nicht sinnvoll. Deswegen werde ich als ehemaliger Räuber und Wegelager jetzt neu durchstarten. Der gute "Lupus" wird wahrscheinlich etwas älter werden aber dafür auch etwas umgänglicher als mein Assassine, der mir trotz anfänglicher Euphorie irgendwie mehr und mehr zu wider wurde. Ich denke auch das es mehr Sinn macht einen Wegelagerer zu spielen, als hier als kompletter Neuling mit einem Assassinen-Elitekämpfer auftrumpfen zu wollen.
Also nochmals, danke für eure Unterstützung! :)
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